Cory Johnson, Chief Market Strategist von Ripple, war in der letzten Woche bei dem „Yahoo Finance All Markets Summit: Crypto“ zu Gast. Dort sprach er in einem Interview unter anderem über die Abgrenzung des Unternehmens Ripple vom XRP-Token. Auch zum internationalen Zahlungsdienstleister SWIFT, die er als Hauptkonkurrenten für Ripple sieht, hat er Worte übrig.

In der letzten Woche fand das „Yahoo Finance All Markets Summit: Crypto“ in San Francisco statt. Wie der Name schon sagt, sollte es dort um Fragen rund um das Investieren in Kryptowährungen gehen. Einer der anwesenden Gäste war der Chief Market Strategist von Ripple, Cory Johnson, der in einem Interview interessante Einblicke gab.

Johnson zeigt sich genervt, dass viele Menschen das Unternehmen Ripple nicht von dem Token XRP und dessen Funktionsweise unterscheiden können. Von vielen in der Kryptoszene werden Ripple und XRP noch immer synonym verwendet. Dabei sei der Token XRP lediglich ein Teil des Unternehmens, der bei Transaktionen im Netzwerk zum Tragen kommt.

Er zieht den Vergleich zum US-amerikanischen Ölkonzern ExxonMobil. Dieser werde auch nicht synonym mit dem Begriff Öl verwendet, auch wenn die Förderung von Öl einer der essentiellen Bestandteile des Geschäfts ist. Ripple sei dementsprechend keine Kryptowährung, sondern ein Software-Unternehmen, das Finanzdienstleistungen anbiete.

Das erste Quartal 2018 war für Ripple das bisher beste. Dies macht er daran fest, dass unzählige Partnerschaften mit anderen Unternehmen, Banken und Finanzinstitutionen geschlossen wurden. Trotzdem sei es für den XRP-Token das vermutlich schlechteste Quartal gewesen – gemessen an Kurswert und Marktkapitalisierung. Dies zeige auf, dass Unternehmen und Kryptowährungen nicht dasselbe seien.

SWIFT als Hauptkonkurrent

Darüber hinaus geht Johnson auch auf die Marktlage für Ripple ein. So sei das Bankenkonsortium SWIFT seit jeher der große Konkurrent für Ripple. Die Genossenschaft SWIFT standardisiert weltweit Transaktionen zwischen verschiedenen Banken aus unterschiedlichen Ländern. Die Reichweite von SWIFT ist – verglichen mit dem Netzwerk, das Ripple aufbaut – um ein Vielfaches größer.

Trotzdem habe das System Schwachstellen. So sei es, anders als der Name vermuten lässt, alles andere als „swift“ (schnell). Eine Transaktion brauche drei bis fünf Tage, bei einer Fehlerquote von 4 Prozent. Das System stehe einer Brieftaube näher als an einem Messenger-Dienst oder einer E-Mail. Hier sieht er Chancen für die Durchsetzung von Ripple.

Mit diesen Aussagen grenzt er den XRP zudem von anderen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether ab, zu denen Ripple eben nicht in Konkurrenz treten möchte. Zwar sieht er, dass es Bitcoin- und Ether-Halter gibt, die gegen Ripple sind, jedoch schreibt er das der generellen Missgunst an Kryptomarkt zu. Den eigentlichen Use-Case von XRP, im Ripple-Ökosystem zu funktionieren, betrifft dies ja nicht.

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