Zentralbank der Zentralbanken – strengere Regeln für Kryptowährungen!

Die BIZ fordert eine härtere Gangart gegenüber Kryptowährungen. Generaldirektor der BIZ, Agustin Carstens, äusserte sich sehr markant, im Zusammenhang mit der digitalen Leitwährung, dem Bitcoin. Er kanzelte ihn als «Kombination aus Spekulationsblase, Schneeballsystem und einer Umweltkatastrophe» ab. Für einen BIZ-Direktor sind das überraschend deutliche Worte. Seine Rede dürfte nun die Marschrichtung vorgeben, wie Regulatoren künftig mit den Kryptowährungen verfahren sollen.
Drei Geburtsfehler des Bitcoin
Die Kritik erfolgt zum Zeitpunkt einer Schwächephase des Bitcoin. Der Kurs notierte in den letzten Tagen zeitweise unter 6’000 US$. Damit hat der Bitcoin seit Anfang Jahr zwei Drittel seines Wertes verloren. Dass der Bitcoin kein ernsthaftes Zahlungsmittel ist, hat laut Carstens drei Gründe:

1) Misstrauen

“Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren bloss ein paar Sekunden”, sagte Carstens. Es ist niemand für den Bitcoin verantwortlich, weder eine Person, noch eine Zentralbank, noch eine Behörde. Aus historischen Gründen wisse man, dass solche Währungen als Zahlungsmittel nicht nachhaltig seien, vor allem da man oftmals traditionelle Plattformen brauche um Kryptowährungen einzusetzen, da diese sicherer seien als Bitcoin-Börsen (Cyber-Angriffe).

2) Ineffizienz

Neue Technologien sind nicht immer besser als alte. Auf einer Konferenz für Kryptowährungen sei es nicht möglich gewesen, die Teilnahmegebühr mit Bitcoins zu zahlen, erzählte Carstens, weil das zu teuer und zu langsam gewesen sei. Hinzu kommt, dass der Stromverbrauch gewaltig sei. Der Bitcoin würde gleich viel Strom verbrauchen wie Singapur. Eine weitere Ineffizienz seien die hohen Wertschwankungen, die es praktisch verunmöglichen, den Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel einzusetzen.

3) Entwertung

Ein weiteres Problem sei, dass der Bitcoin geklont werden könne. Die Absicht dahinter sei fast immer, vom Namen «Bitcoin» zu profitieren. Allein im vergangenen Jahr habe es 19 solcher Abspaltungen gegeben (Bitcoin Cash, Bitcoin Gold oder der Bitcoin Diamond, etc.). Diese Abspaltungen verwässern jedoch die Kryptowährungen, bis sie überhaupt keinen Wert mehr hätten.

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